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Ingeborg Schödl wird 85

Die Publizistin im miteinander-Interview

Ingeborg Schödl feiert am 28. August ihren 85. Geburtstag. Maßgeblich prägte sie in den vergangenen Jahrzehnten die öffentliche Wahrnehmung von Kirche. 

 

Schödls publizistische Tätigkeit gilt vor allem starken Frauenpersönlichkeiten in der Kirche. Das Canisiuswerk gratuliert seinem langjährigen, beliebten "miteinander"-Redaktionsmitglied und seiner Kolumnistin herzlich!

 

 

Publizistisches und gesellschaftspolitisches Engagement

Die Stellung der Familie und die der Frauen in Kirche, Gesellschaft und Politik waren und sind Schödl zentrales Anliegen ihres jahrzehntelangen Engagements. Gestaltungsmöglichkeiten nützte sie als Vizepräsidentin des Katholischen Familienverbandes Österreichs und als Chefredakteurin der Zeitschrift "Ehe und Familie" sowie von 1977 bis 1999 als vom Katholischen Familienverband Österreichs entsandte Familienvertreterin in der Hörer- und Sehervertretung im ORF und ab 1990 als Vorsitzende des Programmausschusses.

 

Weiters betreute sie als Redakteurin der Wiener Kirchenzeitung u. a. das Familienressort und veröffentlichte zahlreiche Bücher, insbesondere Biografien starker Frauenpersönlichkeiten in der Kirche.

 

Als Vizepostulatorin im Seligsprechungsverfahren für Hildegard Burjan setzte sie sich über 20 Jahre mit aller Kraft für die Seligsprechung der Politikerin und Gründerin der Schwesterngemeinschaft Caritas Socialis ein.  

 

Bis heute arbeitet Schödl als freie Journalistin und Kolumnistin für die Zeitschrift "miteinander"  des Canisiuswerkes sowie u. a. für die österreichischen Kirchenzeitungen. Sie beschäftigt sich hierbei mit gesellschaftlichen und gesellschaftspolitischen Themen und Entwicklungen, vor allem mit der Stellung der Frau in Kirche, Gesellschaft und Poltik.

 

Unter Schödls zahlreichen Buchveröffentlichungen sind vor allem zu nennen: "Im Fadenkreuz der Macht. Das außergewöhnliche Leben der Margarethe Ottillinger" (Czernin-Verlag, 2004), "Hildegard Burjan - Frau zwischen Politik und Kirche" (Dom-Verlag, 2008), "Gottes starke Töchter" (Verlag St. Gabriel, 2001), "Vom Aufbruch in die Krise. Die Kirche in Österreich ab 1945" (Tyrolia, 2011), sowie ihr Buch "Anna Dengel - Das Unmögliche wagen" (Tyrolia, 2014).

 

Auszeichnungen

Schödl ist Trägerin zahlreicher kirchlicher und staatlicher Auszeichnungen. 1993 wurde Schödl mit dem Leopold-Kunschak-Presseförderungspreis, 1999 mit dem Goldenen Verdienstzeichen der Republik Österreich ausgezeichnet, 2004 wurde ihr der Professoren-Titel verliehen. Schödl ist Trägerin des päpstlichen Gregorius-Ordens. 2013 wurde ihr von Kardinal Christoph Schönborn der Stephanusorden in Gold für ihr Lebenswerk und ihre Verdienste um die Erzdiözese Wien verliehen.

 

Ingeborg Schödl im "miteinander"-Interview

Wer rastet, der rostet

 

Unsere „Seitenschiff“-Kolumnistin Prof. Ingeborg Schödl feiert im August ihren 85. Geburtstag – ein guter Zeitpunkt, sie einmal abseits ihrer Kolumne zu Wort kommen lassen. Das Interview führte Henning Klingen.

 

Sie werden bald 85 Jahre alt – und gehören noch immer zu den engagiertesten katholischen PublizistInnen des Landes. Dabei könnten Sie angesichts Ihres Lebenswerkes doch zufrieden die Hände in den Schoß legen … Was treibt Sie an?

Die Hände in den Schoß zu legen, war mein ganzes Leben nie meine Sache. Warum soll ich es jetzt tun? Wie heißt es so schön: Wer rastet, der rostet. Sicher blicke ich sehr zufrieden auf mein Leben zurück. Aber es ist ja noch nicht zu Ende. Ich bin ein neugieriger Mensch, mich interessiert, was in der Welt, in der Kirche und um mich herum passiert.

Und es ergeben sich in der Auseinandersetzung mit den Fragen der Zeit immer wieder neue Sichtweisen. Davor soll man sich auch im Alter nicht verschließen – man lernt ja schließlich nie aus.

 

Auf welche Ihrer vielen Projekte blicken Sie mit besonderem Stolz bzw. Zufriedenheit zurück? – Und was dürfen wir noch von Ihnen erwarten?

Ich gebe es zu, stolz bin ich, dass es mir gelungen ist, auf einige bedeutende Frauen des 20. Jahrhunderts wieder aufmerksam zu machen. Ich nenne da Hildegard Burjan, Margarethe Ottillinger, Anna Dengel, aber auch jene zwölf Frauen, deren Kurzbiografien in meinem Buch Gottes starke Töchter enthalten sind. Sie alle haben durch ihren Einsatz wesentlich zur Gestaltung des kirchlichen Lebens beigetragen. Stolz bin ich natürlich auch, dass ich als Vizepostulatorin zum Seligsprechungsprozess von Hildegard Burjan meinen Beitrag leisten konnte. Es war ein nicht immer leichter Weg bis dorthin, aber es ist gelungen.

Was von mir noch zu erwarten ist? – Ich hoffe, ein Interview zu meinem 90. Geburtstag.

 

Seit vielen Jahren sind Sie mit Ihren Texten und zuletzt Ihrer Kolumne ein fixer Bestandteil des „miteinander“. Was reizt Sie speziell am „miteinander“ und an dieser Mitarbeit?

Die Arbeit für „miteinander“ hat mir immer (und tut es noch) sehr viel Freude bereitet. Ich schreibe jetzt seit mehr als zwei Jahrzehnten dafür und hoffe, dies auch noch einige Zeit tun zu können. Es sind die Themenbreite und die Vielschichtigkeit der Leserschaft, die das Spezielle von „miteinander“ ausmachen. Man wird dadurch als Schreiber nicht eingeengt auf nur eine Richtung. „miteinander“ spiegelt das kirchliche Leben in allen seinen Facetten und seiner Breite wider.

 

 

 

 

 

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